[Leben] Urlaub am Meer. Reisen mit “High need” Kind

Welch reißerische Überschrift mag der ein oder andere Leser nun denken. Mir fällt leider kein passender Begriff ein, damit ich die richtigen Leser anspreche, um Mut zu machen. Denn high need bedeutet für mich schlichtweg intensiv. Alles und dazu noch mehr! So wie der kleine Löwe schon immer war. Dabei ist es hier kein Stempel, es ist einfach so, weil wir es alle genauso nehmen. Als Baby und aber auch jetzt als Kleinkind (ich thematisiere das hier nicht oft auf diesem Medium). Planen wir einen Urlaub, weiß ich sehr wohl, dass dies nicht nur Entspannung mit sich bringt. Urlauben mit Kind eben. Aber dazu kommt eben noch mehr.

High need bedeutet für mich sehr intensiv

Bereits vor dem Antritt der Reise wusste ich, dass es verschiedene Punkte gibt, die sich dort “verschlechtern”. Einer ist zum Beispiel das Thema Schlaf. Er war nie ein guter Schläfer, ganz im Gegenteil, aber dort, in fremder Umgebung schlief er selbst neben mir unglaublich unruhig. An fast allen Abenden findet man sich relativ zügig nach dem ins Bett bringen dauerhaft neben ihm wieder. Auch tagsüber ist die fremde Umgebung sehr schwierig, sogar mit seinen Bezugspersonen. Quatsch machen mit Oma und Opa war erst kurz vor der Abreise möglich, vorher waren die sehr bekannten Personen nicht “sicher” genug. Er weint noch schneller, die Frustrationstoleranz ist noch geringer. Das Nähebedürfnis ist noch ausgeprägter. Aber all das ist hauptsächlich ein Thema, wenn man “zu Hause” ist, also dort im Ferienhaus. Ich erinnere mich da an mich zurück, als ich klein war, wie ungern ich in fremden “vier Wänden” war. Warum wir das in Kauf nehmen, wenn wir es vorher wissen? Weil er nicht alleine ist, wir auch urlauben möchten und auch noch zwei weitere Kinder haben. Aber gerade weil man es vorher weiß, kann man sich sehr gut darauf einstellen und dementsprechend planen. Und was egoistisch klingt, ist alles genauso überlegt und abgewägt, dass es dennoch für alle passt.

In den Tag hineindümpeln ist schwierig, was mit den Mädchen zum Teil sicher schon ganz gut funktionieren würde, aber eine gewisse Struktur bietet nun einmal Halt. Und je mehr Halt da ist, desto besser läuft es.

Dank des guten Wetters, es waren teilweise 23 Grad, waren wir jeden Tag am Strand. Draußen waren alle Kinder in ihrem Element, so wie immer. Am Strand wurden Burgen gebaut, Muscheln gesammelt und vielleicht auch Sand gegessen, selbstverständlich tat dies nur eine kleine anwesende Person. Das Wellenrauschen hat alle entspannt. Nicht umsonst gehört es für Babys zu den “white noise” Geräuschen. Wenn es abends müde zurück ins Ferienhaus ging, war es im Haus am angenehmsten mit dem Bub. Er konnte seine Energie bereits draußen freisetzen, der Drang rastlos im Haus alles auf seine Art unter die Lupe zu nehmen war nicht mehr so groß, dafür der Hunger umso größer, um danach direkt ins Bett zu fallen.

Die Mädchen haben mit dem Opa Karten gespielt, oder waren total gern mit Oma auf Erkundungstour im Park (wir waren wieder einmal im Landal Park). Sie kennen ihren Bruder nicht anders und sind aber an so manchem Abend sicherlich nicht weniger froh, wenn er im Bett ist.

Warum ich das aber so explizit betone: Wer ein Kind hat, welches empfindsamer ist, oder eben intensiver, der wird wissen, wovon ich hier schreibe. Ich möchte aber auch einfach Mut machen, die Dinge so zu nehmen wie sie kommen. Die Große war rückblickend sehr ähnlich und da war ich sehr ängstlich, was fremde Umgebungen angeht, weil ich auch genau wusste was auf mich zukommt. Doch irgendwie konnte man nicht wirklich etwas darüber lesen. Heute kann man es, weil es Menschen gibt, die sich näher damit befassen. Mir hätte es Mut gemacht.

Niemand hat gesagt, es würde nicht anstrengend. Deswegen kann man sich aber zu Hause nicht einschließen und keine neuen Erlebnisse haben. Man kann sich aber darauf einstellen und das Kind nach besten Möglichkeiten begleiten. Nur weil das Ferienhaus anstrengend war, für ihn sicherlich genauso wie für uns, heißt es aber ja nicht, dass der Urlaub nicht schön war.
Ich finde ja, wenn man realistisch an die Sachen herangeht, dann kann man das Beste rausholen. Und ihn am Strand zu beobachten, mit den Füßen im Sand, Sandeis machend, mit den Zehenspitzen das Wasser berührend und dabei zu sehen wie glücklich er ist, das ist das was zählt. Schließlich wollten wir Urlaub am Meer machen und nicht im Ferienhaus.
Alle Mitreisenden fanden es schön und darauf kommt es an!

Alles Liebe,
Tanja

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