[Kinderleben] Kinder entwickeln ihren eigenen Stil – eure auch?

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Hand aufs Herz, wie oft habt ihr schon gedacht: ist das dein Ernst, mein liebes Kind?
Meine Töchter ziehen sich schon sehr lange alleine an (gut, lassen wir die Phasen mit “ich kann das nicht, kannst du mir bitte helfen Mama” mal außen vor). Aber selbst dann, wenn sie Hilfe einfordern, suchen sie sich ihr Outfit selbstständig raus.

Ihre Kleiderschränke sind so eingeräumt, dass passend zu den jeweiligen Jahreszeiten alles im Schrank zu finden ist. Witzigerweise könnten meine Töchter nicht unterschiedlicher sein. Das kleine Mädchen versteht den Sommer nicht und das große Mädchen den Winter ebenso wenig. Während die Eine im Sommer, wenn alle bei 34 Grad schwitzen, mit langer Hose in die Kita gehen möchte, erinnere ich die Andere im Winter daran, bitte auch in der Pause in der Schule die Jacke zu schließen, da sie darunter schon nicht allzu warm gekleidet ist.

Es ist spannend zu sehen, wie Kinder sich selbst einkleiden und somit ihren eigenen Stil finden

So unterschiedlich all das ist, so verschieden sind sie auch, ihren Stil betreffend.  Mit bereits zwei Jahren wusste die Kleine ganz genau, was sie anziehen möchte und was nicht.  Wie lange sie nur blau trug, aber kein blaues Kleid. Versteht mich nicht falsch. Ich bin in keinster Weise der Meinung, Mädchen müssen Kleider tragen. Es musste von Kopf bis Fuß alles blau sein. Nicht jeansblau, nicht dunkelblau und schon gar nicht hellblau. Ihr merkt, einfach war es nicht. Kauft mal royalblaue Kleidung für Mädels. Denn kleine Details, wie z.B. Schleifen mussten es dann zum Teil dennoch sein. Oder aber nicht ganz so weite Hosen. Wie praktisch, dass auch die Skinny Jeans bei den Jungen zu finden sind.

Die Große hingegen mochte schon immer gerne Kleider. Rüschen, schwingend, rosa, Glitzer. Hier wurde jedes Klischee eingefordert.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der ein oder andere Leser den Kopf schütteln wird. Es sind Kinder und sie haben solche Ansprüche? Wir finden es hingegen, auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, wirklich gut, dass sie absolut klare Vorstellungen haben (nicht nur beim Thema Kleidung). Und so lange sie dem Wetter entsprechend gekleidet sind, können sie auch bunt wie ein Zirkuspony losziehen – solange es ihnen gefällt und sie meinen, sich so ausdrücken zu wollen. Außerdem gibt es noch eine kleine Regel: alles kann überall getragen werden und muss bequem sein. Es gibt kein “das dürft ihr nur dort und dort tragen”, mit einer einzigen Ausnahme: Jedes Mädchen hat ein Kleid, welches für Taufen und Hochzeiten ist.

Es ist spannend zu sehen, wie sich ein erster Stil entwickelte und sich dieser aber nun weiterentwickelt. Die Kleine tastete sich langsam an Kleider und Röcke heran. Da sind geerbte Kleidungsstücke von der großen Schwester doch absolut praktisch für alle Beteiligten. Und auf einmal überrascht sie uns alle. Kürzlich stand sie komplett in Pink gekleidet vor mir. Das muss jetzt so sein, kommentierte sie meinen wohl verwunderten Gesichtsausdruck. Und ihr großer Wunsch? Ein Tüllrock mit Glitzer, in rosa oder pink.

Während die Große ihrem Stil treu bleibt, ist bei unserem kleinen Mädchen zu beobachten, wie sie sich ausprobiert. Von einem “Extrem” ins Nächste. Von nur blau zu pink mit Glitzer. Und ich beobachte diesen Prozess sehr gerne.

Die Kleidungsstücke die ihr auf den Fotos seht, haben wir uns bei Nickis ausgesucht, bzw. die Mädchen haben alleine ausgewählt. Es gibt dort eine große Auswahl. Nickis ist die Seite, wo ich vorbeischaue, wenn ein festlicher Anlass bevorsteht. Aber auch so, werde ich dort eigentlich immer fündig. Besonders Billieblush finde ich ganz wunderbar. Einzelteile von Molo ebenso. Die Prints sind nicht für alle etwas, genauso wenig wie die Opulenz durch die Rüschen oder Besonderheiten bei Billieblush. Aber genau das ist Mode. Es muss nicht allen gefallen. Und das Wichtigste: Es muss den Kindern gefallen. Sie müssen sich wohlfühlen. Wir tragen schließlich auch das, was uns gefällt.

Wir sind uns hoffentlich alle einig darüber, dass all das, diese Möglichkeit, frei darüber entscheiden zu dürfen, wahrer Luxus ist und Kleidung eine reine Nebensächlichkeit im Alltag darstellen soll. Wenn es allerdings die Gelegenheit gibt, dass sie frei entscheiden können, dann unterstützen wir sie da sehr gerne. Und die Möglichkeit, dass sie sich solche Kleider und Röcke aussuchen dürfen, ist für sie wirklich etwas Besonderes. So soll es sein.

Einen Tipp habe ich noch für euch: die Mädels legen sich bereits am Abend raus, was sie am nächsten Tag anziehen möchten, wenn die aktuellen Kleidungsstücke in die Wäsche müssen. Die Entscheidungsfreude ist morgens nämlich nicht allzu groß. 😉

Alles Liebe,
Tanja

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