[Leben] Dankbar

Heute Vormittag ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass ich unfassbar dankbar für die tolle Betreuung unserer Kinder bin. Nicht, dass ich das sonst nicht wäre. Doch es häuften sich in den letzten Tagen durchweg positive Situationen, die den Gedanken haben laut werden lassen. Denn selbstverständlich finde ich es nicht, dass ich bei allen drei Kindern sagen kann: sie werden nicht nur betreut, sie werden gesehen! Und das macht für mich einen wirklich großen Unterschied.

Das große Mädchen musste diese Woche täglich die Ferienbetreuung der Schule wahrnehmen, wo bei der Anmeldung nicht so ganz klar ist, ob auch ihre Freundinnen dahingehen. Ich hatte schon Sorge, als sich rausstellte, dass ihre engsten Vertrauten nicht dort sein werden, ob sie wirklich gern hingehen würde. Doch es fügte sich. Ein Mädchen, von dem sie gerne mal erzählt hat, ging genauso wie sie diese Woche dorthin und sie verstanden sich scheinbar prima. Denn beim Abholen gab es jeden Tag große Diskussionen, ob sie nicht noch länger bleiben dürfte. Gestern kam dann ungefragt ihre Bezugbetreuerin auf mich zu und plauderte ein wenig drauf los. Sie hatte das Bedürfnis mir etwas über mein Kind zu berichten, wollte mich aus ihrer Perspektive an dem Alltag dort teilhaben lassen. Ich finde es wirklich toll, was sie für einen Blick auf die Kinder hat und wie sie ihnen vertraut. Außerdem mag ich es sehr, dass gerade die Pädagogen/Betreuer in ihrer Gruppe doch sehr Montessori geleitet agieren.

Nachmittags stand dann das jährliche Entwicklungsgespräch in der Kita der Kleinen Motte an. Und auch dort war ich wieder einmal sehr dankbar. Dankbar dafür, dass sie genau das sehen, was auch ich sehe. Ein Kind, was anfängt die Flügel auszubreiten und nicht stolzer sein könnte, mit dem Wissen nach den Sommerferien endlich ein Vorschulkind zu sein. Sie schaffen es, meinen Blickwinkel auch noch einmal zu verändern und kommen gar nicht dazu, etwas negativ zu formulieren. Seit vielen Jahren gehe ich in dieser Kita ein und aus und weiß ganz sicher, dass ich gehen kann und mein Kind stets aufgefangen wird. Denn an so manchem Morgen fällt die Trennung schwer. Auch nach 2 Jahren. Und ich weiß, dass sie egal von welchem Erzieher ernst genommen wird und keine Floskeln kommen, sondern der Moment aufgegriffen wird.

Rougerepertoire Dankbar

Ja und dann gibt es da noch unsere Tagesmutter. Und ich mag noch gar nicht an den Abschied im Sommer denken, wenn der kleine Löwe in die Kita kommt. Ja ja, ich weiß, was ich im Absatz zuvor geschrieben habe, doch sie wird mir fehlen. Auch wir kennen uns jetzt seit einigen Jahren und auch bei ihr weiß ich, dass Gefühle stets ernst genommen werden und es keine Aufbewahrungsstätte ist. Wenn unser Klammeräffchen sie sieht, strahlt er über beide Wangen. Auch sie arbeitet nach dem Prinzip “hilf mir es selbst zu tun”. Manche Menschen sind eben viel mehr, als in diesem Fall die Tagesmutter. Sie werden Freunde.

Warum ich dankbar bin?

Wieso ich nun all das schreibe? Obwohl ich ankündigte die Kids weniger zu thematisieren? Ganz einfach: weil es mich betrifft und so sehr in meinem Handeln im Alltag beeinflusst.

Wir können nur ruhigen Gewissens unserer Arbeit nachgehen, wenn wir nicht in Gedanken bei den Kindern sind, ob es ihnen wohl gut geht, ob man ihnen auf Augenhöhe begegnet und ob sie Kind sein dürfen. Während der Schulzeit ist es natürlich noch einmal etwas Anderes, wobei wir uns auch da sehr glücklich schätzen können. Nur dadurch, dass wir an Menschen geraten sind, die ihren Beruf mögen und genau das weiter transportieren, können auch wir das tun. Und das erfüllt mich wirklich mit Dankbarkeit. Für unsere Tagesmutter gab es heute genau deswegen erst mal einen Strauß Blumen. Einfach so. Nicht weil Ostern vor der Türe steht, sondern einfach um danke zu sagen und ich meinen Gedanken aufgegriffen habe. Das sollte man nämlich viel häufiger machen. Für die Kita und die Nachmittagsbetreuung werd ich mir auch noch etwas einfallen lassen. Vielleicht bringen wir einfach ein Bisschen Meerluft und ein paar Muscheln mit. Es ist auch schlussendlich egal, wichtig ist es doch bloß die Wertschätzung rüberzubringen.

Also, sagt doch einfach mal danke! Das macht nämlich glücklich.

Alles Liebe und schöne Ostern,
Tanja

[Leben] Drei Kinder – drei Kinderzimmer

Vor mehr als zwei Jahren schrieb ich über das gemeinsame Kinderzimmer der Mädchen und wie gut das klappt. Als der kleine Löwe dazukam, machte es keinen großen Unterschied, da lediglich eine Wickelkommode mit seiner Kleidung…

[Leben] Alles für die Katz – zookauf-shop.de

Anzeige   Mit Kind und K̶e̶g̶e̶l̶ Katze gibt es jede Menge zu tun. Alle wollen gesehen werden und alle wollen umsorgt werden. Die Augen sind natürlich noch einmal ganz anders auf unsere Katze gerichtet worden,…

[Leben] Rougerepertoire 2.0 – Willkommen zurück!

Wo fängt man denn an, wenn man vier Monate nichts geschrieben hat? Oder anders formuliert: nichts veröffentlicht hat? Geschrieben habe ich durchaus. Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass es auch dort ruhiger zuging,…

[Leben] WMDEDGT – ein ganz normaler Tag mit – Tagebuchbloggen 05.09.2018

Als ich überlegte, worüber ich etwas schreiben könnte, fiel mir auf, dass heute der 5. ist. Der aufmerksame Leser weiss: das bedeutet Tagebuchbloggen nach Frau Brüllen. Mein Tag fängt klar strukturiert und getaktet an. Alles…

[Kinderleben] Ein Rucksack von sigikid für die neuen Abenteuer des kleinen Löwen

Werbung mit sigikid Hier stehen alle Zeichen auf Umbruch. Eine spannende Zeit liegt vor uns. Unser kleiner Löwe braucht nämlich ganz bald schon seinen eigenen Rucksack, damit er sein Hab und Gut mitnehmen kann, wenn…

[Leben] Und? Wie war das letzte Jahr? Das erste Jahr mit drei Kindern.

Diese Frage wurde mir oft gestellt. Natürlich ist damit nicht das Kalenderjahr gemeint, sondern das erste Jahr, mit drei Kindern. Und hier gibt es eine Antwort. Rückblickend muss ich sagen, war das ein krasses Jahr….

[Leben] Ein Jahr als dreifache Mama – Happy Birthday kleiner Löwe

Heute ist der Geburtstag unseres dritten Kindes und ich bin mit ihm in meinem Arm aufgewacht. Vor einem Jahr wachte ich nach drei Stunden Schlaf in meinem Bett im Krankenhaus auf, ganz alleine, ohne den…

[Leben] Ein Brief aus der Sicht (m)eines (fordernden) Babys

Mein Baby würde man heute vielleicht als High Need Baby bezeichnen. Ich würde aber vielleicht einfach sagen, bedingt durch den miserablen Start ins Abenteuer Leben, braucht er uns, insbesondere mich, einfach sehr stark. Dennoch ist…

[Leben] 1000 Fragen an mich selbst – *5

Diese Woche klappt die Sache mit der Selbstfürsorge, mit einer kleinen Ausnahme, irgendwie nicht sonderlich gut. Es ist Mittwoch und ich fühle mich platt, müde und ausgepowert. Ob daran auch der anstehende Supervollmond Schuld ist?…