[Leben] Ein Brief an jede Mama

Liebe fremde Mama.

Du bist so viel mehr, als “nur” eine Mama. Aber heute soll es eben genau darum gehen. Es gibt Tage im Leben mit Kind, insbesondere mit Baby, da wirst du das Gefühl haben, es gerät alles außer Kontrolle. Du wirst dich manches Mal unzufrieden fühlen, weil du in deinen Augen nicht viel geschafft hast. Deine Hände sind nicht genug, dabei hast du zwei. Doch es müssten eher doppelt so viele sein.  Der Haushalt bleibt an manchen Tagen auf der Strecke und der Wäscheberg stapelt sich. Doch was tust du stattdessen? Du bist für dein Kind da, trocknest Tränen, hältst es im Arm und schenkst ihm Geborgenheit. Oder du spielst mit ihm. Baust Türme, liest vor, baust Höhlen. Es wird sich später nicht daran erinnern, dass der Geschirrspüler noch nicht ausgeräumt war. Aber das Band zwischen euch, daran kann es sich festhalten. Ihr werdet später gemeinsam eure Geschichten erzählen können. Dein Kind wird wissen, dass du stets da warst. Dabei ist es gar nicht so einfach, wenn sich die Prioritätenliste auf einmal komplett umstrukturiert. Auch wenn alles wichtiger erscheint, du bist es auch. Vergiss dich nicht.

Aber liebe fremde Mama, lass dir gesagt sein, auch wenn du manches Mal glauben wirst nicht genug zu sein: Du bist es! Du bist großartig und so richtig, wie du bist. Mit all deinen Ansprüchen an dich selbst und deinen Vorstellungen. Gehe nicht so hart mit dir ins Gericht. Nicht nur dein Kind wird wachsen, während all der Zeit, in der du es begleiten wirst. Du wirst mit ihm wachsen und spüren, dass euer Weg der Richtige ist, so wie der Weg einer anderen Mama ebenso richtig sein wird. Lass dich nicht irritieren, es wird Themen geben, die nun einmal polarisieren. Stillen, nicht stillen, Familienbett oder alleine schlafen, welche Kita, welche Schule, welches Hobby.

Es gibt bestimmt Tage, an denen du weinen wirst. Vor Glück, vor Stolz, aber auch, weil du nicht weiter weißt. Manche Tage sind einfach so anstrengend oder unzufriedenstellend, dass es nur menschlich ist, wenn für einen Moment das Kartenhaus zusammenbricht. Aber sieh es positiv, reflektiere dich selbst und frage dich stets: Hätte ich wirklich etwas anders machen können? Ich denke, du wirst jeden Tag das Bestmögliche tun. So viel, wie du schaffst, wie es deine Kraft zulässt.

Liebe fremde Mama, sei stolz auf dich. Dein Kind, egal wie alt, ist es ganz sicher auch auf dich.

 

Alles Liebe,
Tanja

 

[Leben] >Gastpost< Ein Brief von Frau Raufuss

Und wieder reiht sich ein Gastpost in meine Zeit, nach der Entbindung unseres dritten Kindes ein. Ich freue mich, dass auch Märry mit dabei ist. Umso schöner fand ich ihren Beitrag, weil er eigentlich ein…