[Leben] “Und, wie ist es so, wieder zu arbeiten?”

Als der Wunsch von euch formuliert wurde, dass ich darüber schreibe, fiel sehr oft der Begriff “working mum”. Ich muss sagen, dass ich mich damit irgendwie nicht so gut identifizieren kann. Und verweise daraufhin gerne auf den ersten Absatz. 😉 Man spricht auch nicht von “working dad”. Und ich glaube, wenn man es so heraushebt, dann muss man sich nicht wundern, warum “nur mum”, von vielen Menschen eben nicht nur positiv gesehen wird. Wisst ihr was ich meine?

Aber wie ist es denn nun wieder zu arbeiten?

Oft möchte ich antworten:

wieder? Was habe ich denn in meiner Elternzeit mit den Kindern getan? Ist das keine Arbeit, die Kinderbetreuung, der Haushalt etc.? Aber gut, das möchte ja niemand hören. Was zählt, ist die “richtige” Arbeit. Außer Haus. Mit Vertrag.

Meistens antworte ich also:

Ganz gut. Es macht mir viel Freude, meine Arbeitskollegen wieder um mich herum zu haben und meiner erlernten Tätigkeit nachzukommen.

Das Arbeiten ist es auch nicht, was ich als anstrengend empfinde. Anstrengend ist die Organisation drumherum. Wenn ich arbeite, ist mein Mann zu Hause. Kind hüten, bringen und abholen, kann ich dann getrost aus meinem Kopf verbannen. Allerdings muss es auch erst einmal so organisiert sein, dass wir abwechselnd arbeiten können.

Wenn das dann erst einmal geschafft ist, fällt auch noch der Haushalt an, den wir uns nach wie vor teilen. Jeder hat seinen Teil, den er beiträgt. Arbeite ich, übernimmt mein Mann mehr. Arbeitet er, übernehme ich mehr. Damit klappt es gut. Natürlich musste sich jeder da reinfinden. Aber es klappt  immer besser und läuft immer entspannter.

Aktuell arbeite ich umgerechnet 20h pro Woche, nur anders verpackt. 10 Tage im Monat in etwa. Und   das reicht auch, solange meine Mädchen so klein sind. Da mag jeder eine andere Meinung haben, aber für uns funktioniert dieses Modell so ganz gut. Die Mädchen verstehen mittlerweile recht gut, wie das so läuft. Immer wieder haben wir alle zusammen frei. Immer wieder arbeitet Papa und immer wieder mal arbeitet Mama. Anders funktioniert es mit unseren Arbeitszeiten und den Betreuungsmöglichkeiten nicht.

Und was mich betrifft?

Ich bin relaxter im Alltag, weiß manche Kämpfchen wieder mehr zu schätzen, weil ich weiß, dass ich nicht mehr jedes mitbekommen werde, ihr versteht?  Ich habe eine andere Rolle zu Hause eingenommen. Zumindest für mich. Unausgesprochen. Und es tut mir einfach gut. Manchmal ist es schwer, wenn das kleine Mädchen anhänglicher ist und weint, wenn ich gehe. Das macht sie nicht immer. Eher selten. Aber manchmal eben schon. Besonders eben dann, wenn ein neuer Entwicklungsschritt ansteht oder der nächste Zahn kommt. Dann muss es Mama und ihr Kuschelhund sein. Da sie aber dann bei meinem Mann ist und nicht sonst wo, kann ich mich genauso schnell beruhigen, wie sie es tut. Ich weiß, dass es läuft und ich kann meinen Dingen nachgehen. Auch wenn ich in solchen Momenten lieber zu Hause bleiben würde. Dieser Prozess ist für mich aber ebenso wichtig. Zu lernen, auch jemand anders kann sie beruhigen. Das habe ich beim großen Mädchen durch die schwere Anfangszeit schlecht abgeben können und erst später gelernt. Alles in allem tut es mir gut. Und meiner Familie somit auch.

Alles Liebe,
Tanja

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