[Leben] Musical – eintauchen in eine andere Welt

“Ein Wunder kann nur der erleben, der unbeirrt an Wunder glaubt.”                  (die drei Musketiere)

Heute entführe ich euch in meine heimliche Traumwelt, die den Alltag ausschaltet, Raum für alles andere schafft und gewähre euch einen Rückblick. Musik gehört zu mir, ohne Musik geht es nicht. So sehr ich auch auf Grunge und Rock stehe, noch mehr höre ich Musicals. Fragte man mich früher, was ich beruflich machen möchte, so gab es eine Antwort: Ich wollte Maskenbildnerin werden. Dieser Wunsch entwickelte sich, als ich mit 11 Jahren im Musical Joseph and the amazing technicolor dreamcoat mitgesungen habe.  Es faszinierte mich zutiefst, welch einen Wandel man herbeiführen kann, wenn man weiß wie.  Es können vollkommen neue Charaktere erschaffen werden. 

Du warst da, darum hab ich mich verändert. Nur weil wir uns kannten bin ich heut wie ich bin” (Wicked)

Ich habe schon immer gerne gesungen, ob gut, das sei mal dahingestellt. Damals in der Grundschule nahm ich an der Chor AG teil und führte dies auf dem Gymnasium fort. Gerade mit dem Wechsel, suchte das Musical Joseph für seinen Kinderchor wieder an Schulen nach geeigneten Kindern. Ein Vorsingen fand statt und ich hatte großes Glück und war tatsächlich mit dabei. Was für ein Wahnsinn. Ich kannte Joseph, schließlich besuchte ich das Musical mit meiner Mutter bereits. Nachdem ich nämlich Ausschnitte daraus im Fernsehen gesehen habe, war sofort klar, dass dieser Besuch irgendwann anstehen würde. Und nun sollte ich also die Möglichkeit haben, eben in diesem Kinderchor mitsingen zu dürfen, den ich zuvor noch im Fernsehen gesehen habe.
Rougerepertoire Joseph Musical
Was für eine Aufregung. Proben und Aufführungen standen an, die mir für meinen Führerschein zu  einem deutlich späteren Zeitpunkt den Weg bahnten, wenn ihr versteht, was ich meine. Dort konnte man wunderbar hinter die Kulissen schauen. Hin und wieder durften wir in der Maske zugucken. So toll es auch war, auf der Bühne zu stehen, aber noch toller war es für mich zu sehen, wie die ganzen Prozesse sind: Von der Ankunft bis zum Auftritt. Kostüm und Maske. Falls noch Jemand ein Freundesbuch zu Hause hat, in das ich mal reinschrieb, der wird unter “Was ich einmal werden möchte” zu 90% Maskenbildnerin lesen.

 

Man hört nur, was man hör’n will, drum bleibt nach etwas Zeit von Schönheit und von Scheiße, von Traum und Wirklichkeit nur Kitsch!” (Elisabeth)

Die Welt der Musicals fasziniert mich. Habt ihr einmal eines besucht? Es ist so etwas Besonderes. Alleine die Vorfreude. Man zieht sich etwas Schönes an (ich habe auch schon Menschen in Jogginghose im Foyer gesehen), geht vielleicht vorher noch etwas essen und dann? Dann wird man gebeten, sich doch langsam Richtung Platz zu orientieren. Die Vorfreude steigt immer weiter. Alles wird dunkel. Der Vorhang öffnet sich. Und da ist man. In einer anderen Welt. Man lauscht einer Geschichte, bewundert Kostüme, freut sich über wunderbaren Gesang, tolle Texte und hat das Gefühl die Welt steht still.

 

Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin. Ich wehr’ mich bevor ich mich verlier’, denn ich gehör’ nur mir. ” (Elisabeth)

Joseph war schon wirklich toll, Ross Anthony lernte ich dort kennen, er dürfte heute vielen ein Begriff sein, da er für die Band Bro’Sis gecastet wurde. Dann besuchten meine Mum und ich Elisabeth. Die CD läuft bis heute rauf und runter und musste sogar schon einmal neu gekauft werden, da die erste einen Sprung hatte. Ich hatte sogar großes Glück, Pia Douwes in der Hauptrolle zu erleben, ebenso Uwe Kröger. Wer sich ein wenig in diesem Bereich auskennt, dem werden die Namen ein Begriff sein. Es folgten Phantom der Oper, der Tanz der Vampire, Starlicht Express, Les Miserables und der König der Löwen. Das Schöne an solchen Abenden ist (ja Abende, es gibt auch Mittagsvorstellungen, aber das ist einfach nicht das Gleiche für mich), dass man sich einfach immer daran zurückerinnern kann und sie mit etwas märchenhaftem verbinden kann. Der König der Löwen, das war das erste Musical, welches ich mit meinem Mann gesehen habe. Habt ihr euch das mal angesehen? Nein? Dann tut es. Auch für nicht Musicalmögende Menschen (ich war mit genau so einem dort), war es ein beeindruckendes Erlebnis. Einfach mal machen und abtauchen. Und ich würde es auch unfassbar gern ein zweites Mal anschauen. Miss Saigon, Wicked, die drei Musketiere und der Besuch der alten Dame gehören ebenso zu meiner Sammlung, leider habe ich diese Musicals nie gesehen.

Liebe endet nie. Nichts ist stark wie sie. Das Weltall mag beben. Sie bleibt am Leben.” (Der Besuch der alten Dame)

Wenn ich abschalten möchte, dann nehme ich meine Kopfhörer, mache mir die Musik an, schließe die Augen und tauche ab. Seit meiner Kindheit zieht sich das wie ein roter Faden durch, nur das ich früher keine Kopfhörer dafür nahm.. 😉 Genau das wünsche ich meinen Kindern. Das sie eine Leidenschaft entwickeln und sie sich das behalten. Wie oft wurde ich dafür belächelt, dass ich mir doch “so etwas” anhöre. Es interessiert mich nicht. Also taucht ab, in das was euch glücklich macht und euch träumen lässt.
Ich hoffe mein kleiner Exkurs hat euch gefallen?
Welche Musicals habt ihr denn schon gesehen? 
Oder ist das gar nichts für euch?
Alles Liebe,
Tanja

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2 comments

    Hey Tanja, tolles Posting und was ein witziger Zufall: ich war auch im Joseph-Chor:)
    Ich glaub Frühjahr 1999 müsste das gewesen sein. Ross Anthony hab ich auch kennengelernt… Das war ne echt coole, interessante Zeit. Wollte seitdem gerne Musicaldarstellerin werden, weiß aber bis heute nicht wirklich wie ich es mit meinem nicht vorhandenen Gesangstalent in den Chor geschafft habe…

    Darf ich mal fragen ob du auch aus der Duisburger oder Moerser Ecke kommst? Irgendwie hab ich da sowas im Hinterkopf, aber vielleicht verwechsle ich da auch gerade was.

    Liebe Grüße
    Ann-Kathrin

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