[Leben] ein Plädoyer für Vertrauen in unsere Kinder – die 3. Klasse ruft

In NRW enden bald die Ferien und ich erinnere mich wieder einmal daran, wie nervös ich vor genau zwei Jahren war, als das große Mädchen eingeschult wurde. Wie wird es ihr in der Schule gehen? Auch wenn wir die Schulwahl als absolut passend empfanden, änderte es nichts daran, dass unser Kind mit 5 Jahren eingeschult wurde. Erst Ende September, nach der Einschulung wurde sie 6 Jahre alt und gehörte eindeutig zu den Jüngsten Kindern an der Schule. Weniger machte ich mir Gedanken, dass sie kognitiv nicht mitkommen würde. Mir machte es eher Sorge, wie sie mit Konflikten umgehen würde, da der geschützte Rahmen, Kindergarten, einfach so nicht mehr da war. Und jetzt staune ich, wie sie genau daran gewachsen ist.

Einschulung Rougerepertoire

Einschulung oder Rückstellung?

Wieso wir sie nicht zurückgestellt haben? Rückstellungen sind sehr schwierig, wenn nicht alle an einem Strang ziehen, wie zB. das Gesundheitsamt bei der Schuluntersuchung, der Kindergarten, ggf. der Kinderarzt und eben noch wir, als Eltern. Doch was genau sollte dagegen sprechen, außer dem Wissen: “Sie ist doch noch so klein. Würden wir in einem anderen Bundesland wohnen, müssten wir uns dieser Frage, die eigentlich nicht mal rhetorisch ist, stellen.” Rein logisch betrachtet sprach nichts dagegen. Einzig allein ich haderte sehr und mir blieb nichts Anderes übrig als mich zu entscheiden: ich stehe voll und ganz dahinter, oder wir müssen was unternehmen. Die Antwort kennen wir alle, sonst würde nun nicht die 3. Klasse auf sie warten.

Das Einzige was geholfen hat, war es großes Vertrauen ins eigene Kind zu haben. Wohlwissend, sie bestmöglich auf diese Zeit vorbereitet zu haben.
Meine Sorge, ihr Ehrgeiz kollidiert ggf. mit dem Lerntempo oder dem “Stoff” und damit einhergehend der Ungeduld, löste sich in Wohlgefallen auf. Man muss schon ein gewisses Selbstbewusstsein besitzen, um mathematische Gesetze mit eigenen Regeln außer Kraft setzen und diese vehement vertreten zu wollen. Dies gepaart mit einer absolut tollen Lehrerin, die genau weiß, wie sie den kreativen Chaoskopf nehmen muss, führt dazu, dass sie nicht nur gerne in die Schule geht und das seit Tag 1 an, sondern auch sehr gerne lernt.

Schenkt Flügel und fliegt los – am Besten zusammen

Ich möchte euch hiermit genau eins mit auf den Weg geben, vor allen Dingen den Eltern, die sich sorgen, was der neue Weg, das neue Kapitel Schule mit sich bringen: Habt Vertrauen in euer Kind und seid da. Seht hin und hört zu. Und solltet ihr sehr hadern, auch wenn euch das Thema erst fürs kommende Jahr betrifft, dann horcht in euch hinein, was genau euch unruhig stimmt. Einzig allein der Gedanke:
“Mein Kind ist doch noch so klein?” Ich habe mich nämlich selbst dabei ertappt, dass Loslassen eben doch gar nicht so einfach ist.

Alles Liebe,
Tanja

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One comment

    Liebe Tanja,

    vielen Dank für Deinen Text! 🙂 Mir laufen die Tränen in Sturzbächen herunter. Mein Sohn hatte letzte Woche seinen ersten Schultag. Ich tue mich so unglaublich schwer damit. Das hätte ich nie gedacht. Mir fällt es schwer, ihn loszulassen. Aber ich weiß natürlich, dass ich ihn loslassen muss. Vielleicht brauchen wir einfach noch etwas Zeit. Ich habe mal gelesen, dass es einige Monate dauern kann bis sich alles eingespielt hat. Er macht das bisher alles prima und es gefällt ihm auch sehr. Er hat in der kurzen Zeit sogar schon Freunde gefunden. Dennoch merke ich vor allem morgens beim Hinbringen wie schwer mein Herz sich anfühlt, wenn er in den Klassenraum geht. Und ich frage mich beinahe täglich, wann es sich wieder leichter anfühlen wird… Ich danke Dir für Deinen Post, den ich gerade so sehr nachvollziehen kann.

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