[Leben] Berufstätig und Mama – Interview 7



Wir sind schon in Woche 7 angekommen. Als die Reihe gestartet ist, hoffte ich auf vier gefüllte Wochen. Nun haben wir bereits das 7. Interview und nach wie vor, ist es sehr spannend zu lesen, was eure Gedanken zu diesem Thema sind. Susanne, besser bekannt als Frau Mierau, hat ebenfalls Lust gehabt, meine Fragen für euch zu beantworten. 
Viel Spaß beim Lesen.

Was machst du beruflich und in welchem Umfang arbeitest du pro Woche?
Ich bin Diplom-Pädagogin und Heilpraktikerin und habe mich auf die Beratung und Begleitung von Familien spezialisiert. Dabei biete ich sowohl Einzelberatung an als auch Kurse. In den letzten Jahren hat sich meine Tätigkeit aber mehr und mehr dahin verlagert, meine Gedanken zum Familienleben aufzuschreiben: auf meinem Blog berichte ich über das geborgene wachsen, wie wir es in unserer Familie leben, ich schreibe Artikel für Zeitschriften und aktuell auch ein Buch zum Blog mit dem Titel „Geborgen wachsen“, das im Frühjahr 2016 bei Kösel erscheint.
Der Arbeitsaufwand pro Woche ist schwer zu berechnen. ich arbeite in allen verfügbaren Zeitfenstern, in denen ich nicht mit den Kindern beschäftigt bin. Insgesamt schätze ich, dass ich in der Woche etwa 30 Stunden arbeite, obwohl mein Sohn bislang noch nicht im Kindergarten war.

Wie alt ist dein Kind/sind deine Kinder?

Meine Tochter ist sechs Jahre alt und ist diesen Monat in die Schule gekommen, mein Sohn wird bald drei Jahre alt und wir haben gerade mit der Eingewöhnung im Kindergarten begonnen. Mein drittes Kind wird im Frühjahr 2016 geboren werden – zusammen mit meinem Buch.

Wie lange hast du Elternzeit genommen?

Beim ersten Kind waren es drei Jahre, beim zweiten ebenso. Bei beiden habe ich aber parallel zur Betreuung von ihnen auch gearbeitet in Zeitfenstern, in denen mein Mann die Betreuung übernehmen konnte oder abends.Wie es beim dritten Kind wird, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich wird es aber wieder sehr ähnlich laufen.

Und was war ausschlaggebend für die Dauer?

Bei beiden Kindern waren es andere Gründe, aber beide in ihrer Persönlichkeit begründet. Sie brauchten diese lange Zuwendungszeit und ich habe es auch sehr genossen, mit ihnen zusammen zu sein. Auch als ich meine Tochter in diesem Jahr aus dem Kindergarten genommen habe, weil ich mit der Betreuungsqualität dort nicht mehr zufrieden war und ich auf einmal zwei Kinder zu Hause hatte, war ich trotz aller Anstrengungen zur Vereinbarkeit zufrieden mit der Situation und habe die Zeit als wertvoll wahrnehmen können.

Wird dein Kind / werden deine Kinder fremdbetreut, oder löst ihr das als Familie anders?

Nachdem wir nun einen schönen Kindergarten für unseren Sohn gefunden haben, haben wir mit der Eingewöhnung begonnen. Meine Tochter besucht zunächst nicht den Hort, damit sie sich ganz sanft in das Schulleben einfinden kann.

Wie räumst du dir Zeit für dich ein?

Mein Mann und ich sind beide Freiberufler. Das ist zu gewissen Teilen sehr anstrengend, bietet aber auch die Möglichkeit, dass wir flexibel sind. So können wir auf die Termine und Wünsche des anderen eingehen, wenn es beruflich passt.

Bist du zufrieden mit der Situation? Wenn nicht, was würdes du gerne ändern?

Ich liebe meine Arbeit und meine Kinder. Es ist nicht immer einfach, weil uns familiäre Unterstützung fehlt. Gäbe es hierzu eine Änderungsmöglichkeit, würde ich das machen. Da es sie aber nicht gibt, muss ich Unterstützungen auslagern auf Freunde oder mir beispielsweise die Einkäufe durch den Lieferdienst nach Hause bringen lassen. Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse der Elternschaft ist, dass es alleine als Paar nicht geht – schon gar nicht mit mehreren Kindern. Wenn nun noch Kind drei kommt, muss ich sicherlich noch mehr mein Netzwerk in Anspruch nehmen oder ausbauen – aber das hat ja auch schöne Seiten.
Hast du das Gefühl, dass sich Beruf und Kinder, besonders als Frau gut vereinbaren lassen?
In meinem Fall hat sich das gut machen lassen. Natürlich musste ich beruflich auch Abstriche machen, da ich den Schwerpunkt für mich auf die Familie gesetzt habe. Es geht aber auch anderes herum. Ich denke, man darf nur nicht in die Falle tappen, alles gleich gut machen zu wollen bzw. für alles gleichermaßen Zeit zu haben. Der Tag hat nur 24 Stunden und man hat nur eine begrenzte Möglichkeit, Tätigkeiten darin unter zu bringen und auch noch auf sich selbst zu achten.


Wenn auch ihr diese Fragen beantworten möchtet und Teil dieses Projektes werden möchtet, dann schreibt mir eine Email an rougerepertoire@gmail.com.

Alles Liebe,
Tanja

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