[Leben] Angst – Prozesse des Familienlebens

Sorge und Angst rund ums Kind sind vermutlich neben vielen positiven Sachen Begleiter von Eltern. Vielleicht nicht immer bewusst, aber durchaus existent. Auch wenn ich sagen würde, dass unsere Kinder sehr geborgen aufwachsen und durchaus in ihrem Rahmen mitsprechen können/sollen/dürfen, ist das natürlich kein Garant dafür, dass es stets für sie vom Gefühl her so bleibt.

Angst Rougerepertoire

Angst darf nie die Überhand bekommen,
wichtig ist sie ernst zu nehmen.

Vor ein paar Tagen habe ich durch Zufall eine Reportage geschaut. Bei YouTube wurde sie mir aus welchen Gründen auch immer vorgeschlagen. Es ging um Kinder mit Essstörungen, faktisch wurden nur Mädchen gezeigt. Insgesamt wurden alle Familienangehörigen gerne beim Essen gezeigt, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe mir die Reportage bis zum Ende angesehen und musste die ein oder andere Träne verdrücken. Nicht weil ich davon betroffen bin, oder eines meiner Kinder. Aber ich habe mich plötzlich ohnmächtig gefühlt, mich mit dem Gedanken zu tragen, machtlos dabei zuzusehen, wie sich meine für mich glücklichen, wunderschönen Kinder, vielleicht nicht mehr so sehen und eine verzerrte Selbstwahrnehmung entwickeln.

Als ich die Reportage schaute, schliefen sie friedlich in ihrem Kinderzimmer. Mir kam ein Kommentar in den Sinn, in dem gefragt wurde, was ich mir für meine Kinder wünsche und wo ich sie einmal sehe. Ganz klar muss ich sagen: das sie an sich glauben und darauf vertrauen. Ein Mädchen aus der Doku war 15 Jahre alt. Es fing alles mit einer Diät an, die nicht gestoppt werden konnte. Die Eltern sagten, der Familienzusammenhalt ist sehr gut. Die Mutter resümierte aber auch, dass sie zwar Fehler nicht bei sich sucht, aber doch feststellen musste, dass sie den Absprung verpasst hat mal etwas lockerer zu lassen. Die heiligen Familienwochenenden werden nicht dadurch gestört, wenn ihre große Tochter einen Nachmittag mit Freunden verbringen möchte. Ob das aber der Auslöser dessen war, sich anderweitig zu befreien? Das weiß man nicht und ich bin ganz sicher kein Psychologe, der das beurteilen kann.

Hier zu Hause gibt es auch einen großen Familienzusammenhalt. Und auch wenn nicht immer alles harmonisch verläuft, wird sich entschuldigt. Das ist ein normaler Prozess, wo ich es eher ungewöhnlich finden würde, wenn dies so nie von Kindern miterlebt würde. Hier zu Hause wird auch kein Kind gezwungen aufzuessen. Bei der Großen ist es aber stets schwierig einzuschätzen, ob sie wirklich satt ist oder es einfach darin begründet ist, keine Lust mehr zu haben, weil die kleine Schwester bereits fertig ist. Aber mehr als die Frage zu stellen: “Bist du wirklich satt?”, wird auch hier nicht unternommen.

Es geht darum keine Angst davor zu haben,
dass sich unsere Kinder auf eigene Wege begeben.

Genau genommen geht es hier auch gar nicht exakt um das Thema Essstörung. Sondern vermutlich ist es unvorstellbar, dass es die Zeit geben wird, in der man loslassen sollte, man noch weniger als jetzt alles in der Hand hat, es sich jetzt nur anders anfühlt, da die Kinder bedeutend mehr auf uns als Eltern angewiesen sind. Wir wachsen mit den Kindern, wir lernen mit ihnen. Natürlich kann man sich jetzt nicht vorstellen, wie es in 10 Jahren sein wird, wenn unsere Erstgeborene 15 Jahre alt sein wird. Aber das muss ich mir auch nicht vorstellen können. Ich kann mir wünschen, dass unser Zusammenhalt dann genauso da ist, aber ich habe das nicht in der Hand. Und diese Prozesse lernt man im besten Fall als Familie. Die Kinder wachsen, wir wachsen mit ihnen und lernen loszulassen, so wie sie hoffentlich lernen, dass wir als Eltern stets hinter ihnen stehen.

Unsere Kinder sollen und dürfen ihre eigenen Erfahrungen machen. Und sollten sie auch mal schlecht ausfallen, dann wünsche ich ihnen und mir sehr, dass sie wissen:

Da ist meine Familie, ist es noch so steinig, da bin ich sicher und geborgen.

Alles Liebe,
Tanja

[Leben] Minimalistische Garderobe // 10×10 Challenge – Mein Versuch

Enthält Werbung auf Grund von Markennennung/PR Sample Scrollt man durch Instagram, stolpert man unweigerlich über diverse Challenges. So bin ich schon einige Male auf die 10×10 Challenge gestoßen, um eine minimalistische Garderobe für 10 Tage…

[Leben] Kennt ihr den Unterschied zwischen Leitungswasser und Mineralwasser? >Anzeige<

Anzeige Habt ihr euch eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, wo das Wasser herkommt, was ihr trinkt und was in ihm ist? Leitungswasser ist zwar ein Durstlöscher, aber wir sind eindeutig ein Mineralwasserhaushalt. Steht Mineralwasser mit Kohlensäure auf…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.