[Leben] Löwen Update 21 Monate

Bevor ich mich hier doch anderweitig bei meinen Themen austobe, habe ich doch das Bedürfnis etwas über den jüngsten Spross zu erzählen, der in zwei Tagen 21 Monate alt ist.

21 Monate 150%

Er ist neugierig, mutig, manchmal zu mutig, interessiert, bekommt motorisch eine 1+ mit Sternchen, redet mit sehr wenigen Worten den ganzen Tag ganz schön viel, wickelt seine Schwestern um den Finger, genauso wie ihre Haare. Er ist ein Raufbold und kuschelt so viel wie keines unserer anderen Kinder. Sein Urvertrauen ist unfassbar groß, was die Kombination aus Mut und Neugierde nicht immer ganz ungefährlich macht. Ist die eine Schramme aus seinem wunderschönen Gesicht weg, kommt gleich die nächste dazu. Er hat das charmanteste Lächeln das ich kenne, liebt Kuchen über alles (von wem er das wohl hat?) und weiß absolut ganz genau was er möchte. Manchmal isst er gut, manchmal nicht. Ein schnödes Brot mit Butter macht ihn so manches Mal glücklicher als ein gekochtes Menü und Wasser aus dem Becher zu trinken, mit einer Hand, ist das Allergrößte, nur um manchmal hinterher den letzten Rest auf sich zu schütten. Manchmal wird er liebevoll Bocki Bockwurst (kennt ihr die Kinderbücher Eliot und Isabella?) genannt, weil niemand hier zu Hause so schön schmollen kann wie er, wenn etwas nicht so läuft, wie er es gerne hätte. Dann macht er ein Schüppchen, senkt den Kopf und schielt mal schräg zur Seite, ob auch alle gucken. Man findet ihn selten länger als 20 Sekunden an der gleichen Stelle, außer er schaut sich ein Buch auf m̶̶e̶̶i̶̶n̶̶e̶̶m̶ seinem Lieblingsplatz an oder spielt DJ mit den Tonie Figuren. Ansonsten kann man ihm auf gar keinen Fall den Rücken zudrehen. Oder aber man mag Überraschungen, wo man ihn als nächstes retten muss.


Versuch macht klug. Oder auch nicht?

Was ich durch ihn bereits gelernt habe? Das ich nicht Chuck Norris bin. Eher bin ich in so mancher Situation sein zeitverzögerter Schatten und er ist Lucky Luke. Ich kann viele Gefahren abfedern, aber alle Schrammen kann ich ihm nicht nehmen. Muss ich das denn? Manchmal würde ich mir dennoch wünschen, dass er aus einer Situation, in der er sich wirklich weh getan hat, etwas lernen würde und es einfach nicht mehr macht. Aber da unterscheiden sich unsere Kinder offensichtlich grundlegend.

Aber ich habe gelernt, dass ich dennoch die beste Mama für ihn bin bzw. genau das versuche zu sein, auch wenn ich heute Morgen durch einen gezielten Wurf mit einer Kinderentwirrbürste in Sternenform eins auf die Nase bekommen habe. Ihr lacht? Kann ich jetzt auch, auch wenn es wirklich weh tat. 😉

Ich habe auch gelernt, dass jedes Kind anders ist und eine unterschiedliche Entwicklung durchmacht. Seine Schwestern sind auch früh gelaufen und waren motorisch fit. Dennoch sprachen sie in seinem Alter schon bedeutend mehr. Zugegeben, der Anreiz für ihn zu sprechen ist nicht wirklich groß. Insbesondere die Große liest ihm jeden Wunsch von den Augen ab und es verstehen ihn ja alle wichtigen Menschen. Er versteht außerdem auch schon enorm viel. Er kann leichten Aufforderungen altersgemäß folgen und sagt: Mama, Papa, Bobo (Bobo Siebenschläfer mag er sehr), Hase, haben, heiß (wenn er sein Essen kalt pustet) und nein, sowie dada für bitte und danke. Bisher ist er also einfach ein kleiner Mann der großen Taten, nicht der vielen Worte.

In drei Monaten feiern wir also seinen zweiten Geburtstag und es ist absolut wahr was man so sagt: Man wächst mit seinen Aufgaben. Denn an so manchem Abend liegt man platt auf dem Sofa und wundert sich, wie man das eigentlich manchmal alles geschafft hat.

Alles Liebe, Tanja



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