[Leben] Sommerfüße – Sandalen für Mama und Kind C/O

Schaut man sich einmal an, was im letzten Jahr viele Menschen aus meinem Instagram Feed an den Füßen trugen, waren sich offensichtlich viele Menschen einig. Zum ersten Mal fielen mir die Saltwater Sandalen bei Okka Rohd auf, verbuchte es damals aber noch unter: Brauche ich nicht. Sowas trug ich als Kind. Dabei sind sie so schön puristisch, schlicht, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit war, bis ich doch den Wunsch habe, auch zur Salt Water Crew zu gehören. Dank des Nordkinder Shops, tragen wir sie nun zu Dritt.

Wie ihr wisst, arbeite ich schon eine Weile mit dem Nordkinder Shop zusammen. Beim Durchstöbern, sah ich dann diese total niedlichen Schuhe. Da waren sie wieder. Salt Water heißt die Firma, die den meisten von euch wahrscheinlich bekannt sein dürfte. Handgenäht und aus Leder. 

Die Mädels waren sich schnell einig. Wenigstens bei der Farbauswahl ihrer Schuhe, wenn schon nicht im alltäglichen Spielgeschehen. Aber das ist ein anderes Thema. Silber sollte es also werden. 
Da es nicht nur Kindersandalen, sondern ebenso eine Auswahl für Damen gibt, stöberte ich also auch für mich. Silber hätte ich auch für mich toll gefunden, allerdings war die Farbauswahl, als ich bestellte, noch geringer. Aber ein kleiner Farbtupfer tut mir auch mal gut und so entschied ich mich für rot. Und mal ehrlich? So ein halber Partnerlook reicht ja auch aus, oder?

Was ihr unbedingt bedenken solltet: Die Schuhe fallen kleiner aus. Ihr solltet die Füße ausmessen und mit der Längenangabe auf den Artikelseiten vergleichen. So habe ich es auch gemacht und es passt prima – mit Zuwachs für die Kinder und passend für mich. 

Sind wir zufrieden?
Absolut. Sie sind weich und mussten nicht “eingetragen werden”, bis sie angenehm waren.

Was ich mir wünschen würde?
Auch Klettverschlussvarianten für die Kids. Die Ausdauer von klein E. ist unermüdlich, beim Versuch das vorgestanzte Loch zu treffen, wenn sie die Schuhe schließen möchte. “Ich helfe dir auch gerne, sag mir einfach Bescheid.” “Du darfst nicht Mama!! Ich mache das alleine.”  
Mein Fazit? 
Wir tragen nun also wunderbare Sommerschuhe, ich trainiere täglich meine Geduld und die Kleine schult ihre Feinmotorik.
Alles Liebe,
Tanja
C/O Vielen Dank an Nordkinder für die Schuhe. 

[Leben] Verwöhnt ist verpönt.

“Sie sehen aus, wie zwei verwöhnte Prinzessinnen”

Höre ich sie sagen, als meine Mädchen kürzlich zusammen auf dem Spielplatz kletterten und musste dabei schlucken.
Morgens suchten sie sich Kleider aus. Bequem, weich, elastisch. Mit einem Rockteil, das schwingend ist und glitzert.  Eigentlich wollten wir an dem Tag etwas Anderes machen. Aber im Vorbeilaufen sahen wir Freunde und machten einen Abstecher zum Schaukeln und Spielen.

Meine Freundin, Mutter eines Sohnes, die neben mir stand und es ebenso hörte, sagte:

“Sind heutzutage nicht alle Kinder verwöhnt? Und wer sagt eigentlich, dass man sein Kind nicht verwöhnen darf? Und woran machst du das fest?”

Ein Dialog entstand. Ich sah die Zwei nur in ihren Glitzerflitzerkleidchen, die sie so sehr mögen, die Piratenprinzessinen.  Natürlich wurde irgendwie ein Klischee bedient. Zöpfchen, Kleidchen usw. Mit dem Unterschied, dass ich genau weiß, dass sich meine Kinder trotzdem dreckig machen dürfen.
Ich dachte nach, wie verwöhnt sie wirklich sind. Und was soll das eigentlich heißen: heutzutage? Wurde ich früher verwöhnt?
Ich kann die Frage mit einem Ja beantworten. Und dennoch habe ich in Erinnerung, dass es nie alles auf Knopfdruck gab und manchmal eben auch gar nicht. Schließlich sind Wünsche ebenso wichtig und die Erfahrung, dass man nicht alles haben kann, was man gerne möchte. Und ich merke, dass ich das auch auf meine Kinder übertrage. Sie sind verwöhnt. Aber längst nicht verhätschelt. Wir handhaben es ebenso, wie es unsere Eltern damals taten.

Die eigene Kindheit prägt und ich gebe das Erlernte gerne weiter 

Warum assoziiert man Verwöhnen gleich negativ, besonders wenn es um Kinder geht?
Ich erinnere mich noch sehr gerne daran, dass meine Mutter morgens immer gemeinsam mit mir aufgestanden ist, um vor der Schule mit mir gemeinsam zu frühstücken. Außerdem hatte ich immer eine fertig gepackte Brotdose. Nicht, weil ich nicht fähig gewesen wäre, dass auch selbst in die Hände zu nehmen, sondern viel mehr, weil die Brote doch viel besser schmeckten, wenn Mama sie zubereitet hat. Und mal ehrlich. Spätestens auf der weiterführenden Schule könnte man sich das locker alleine zubereiten und die Verantwortung übernehmen (sicherlich auch schon eher, wenn notwendig), aber es ist doch eben auch schön, einfach verwöhnt zu werden. Wenn ich da an meine damalige Freundin denke, dann weiß ich noch einmal mehr, dass all das nicht selbstverständlich war. Mit ihr stand nie Jemand auf und ihr Frühstück für die Schulpause musste sie sich auch selber machen.Sucht man auf der Duden Homepage nach dem Verb verwöhnen, dann erhält man folgende Bedeutungen:

” – jemanden durch zu große Fürsorge und Nachgiebigkeit in einer für ihn nachteiligen Weise daran gewöhnen, dass ihm jeder Wunsch erfüllt wird.

– durch besondere Aufmerksamkeit, Zuwendung dafür sorgen, dass sich jemand wohlfühlt

Die negative Assoziation beginnt ja bereits bei Babys.

“Nicht so viel tragen, nicht so viel stillen, nicht so viel dies, nicht so viel das. Sonst verwöhnst du das Baby nur und musst dich später nicht wundern, warum es nur auf deinen Arm will.”

“Lass das Baby doch mal schreien, es lernt doch sofort, dass einer kommt, wenn es immer nur schreit.”

Und wir alle wissen: Babys im ersten Lebensjahr können nicht verwöhnt werden, man kann auf die Art und Weise, wie man es selbst für richtig hält, dafür sorgen, ihr Urvertrauen zu stärken. Und auch danach können wir darüber streiten, ob man sie mit Zuneigung und Geborgenheit wirklich verwöhnen kann.

Manchmal müssen Wünsche warten – wenn sie materiell sind

Ein Punkt, der erst etwas später zu Trage kommt, ist wiederum das nicht Abschlagen können, wenn Wünsche bestehen. Ein Bummel durch die Stadt, ein Blick in ein Heft. Wie oft sagen Kinder, dass sie etwas unbedingt haben möchten. Und dann? Springt ihr sofort? Wir gehören nicht dazu. Bei Büchern sind wir etwas flotter, die gibts durchaus auch zwischendurch. Aber ansonsten bestehen hier Wünsche schon mal etwas länger. Das bezieht sich hier also eher auf das Materielle, eben mit der Ausnahme von Büchern.

Eine andere Situation kennen wir vermutlich auch alle. Ein Spaziergang und der Weg führt an einer Eisdiele vorbei. Der Standardsatz kommt schon, wenn die Eisdiele in Sichtweite ist:

“Oh Mama. Dürfen wir bitte ein Eis essen?”

Wenn es nicht zu kalt ist (im Winter hat unsere Eisdiele hier sowieso zu) und es nicht gerade morgens ist, dann kann ich sagen, dass wir deutlich häufiger ja sagen als nein. Aber auch hier wird ein nein gut akzeptiert und es gibt selten wirkliches Gequengel. Und da verwöhne ich mich auch gerne selber und genieße es bei passenden Temperaturen ein Eis zu essen und eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen. Auch mal an aufeinanderfolgenden Tagen.

Wir Erwachsenen sprechen auch gern mal davon, sich mal wieder verwöhnen zu lassen. Beim Friseur, bei einer Massage usw. Das kenne ich allerdings nur positiv behaftet und wird keineswegs negativ ausgelegt. Warum ist das so?
Erzählt mir doch mal eure Gedanken dazu.
Wie seht ihr das?
Alles Liebe,
Tanja